Seminar zur Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas und Guerrero
Die Mexiko-Plattform Österreich & das Solidaritätskomitee Mexiko Salzburg
veranstalten das
Seminar zur Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas und Guerrero
am 19./20. Mai und 2./3. Juni 2012 in Wien
Informationsabend
Montag, 07.Mai 2012, 19:00h im Sub
Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzbur
Internationale Menschenrechtsbeobachter_innen leisten seit vielen Jahren in Mexiko einen Beitrag zum Schutz der Zivilbevölkerung vor militärischen und paramilitärischen Übergriffen.
Um als Beobachter_in tätig zu werden, bietet die Mexiko-Plattform gemeinsam mit dem Solidaritätskomitee Mexiko Salzburg Ausbildungsseminare an.
Der Informationsabend gibt mit Film, Fotos und einem Erfahrungsbericht einen Eindruck der Arbeit der Beobachter_innen und bietet Einblick in die Seminarinhalte.
Eintritt frei!
Kontakt: Mexiko-Beobachtung@gmx.at
Wie aus einem Mord ein Selbstmord wird
Vortrag zur Straflosigkeit in Lateinamerika zum 10. Jahrestag der Ermordung der mexikanischen Anwältin Digna Ochoa.
Dienstag, 18. Oktober 2011, 19:30 Uhr
in der ARGEkultur Salzburg, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5, 5020 Salzburg
Koveranstaltung des Solidaritätskomitee Mexiko Salzburg mit ArgeKultur Salzburg
Zum 10. Jahrestag der Ermordung der mexikanischen Anwältin Digna Ochoa ist diese Veranstaltung Teil der Kampagne „Justicia Digna“, die von der deutschen Menschenrechtskoordination und weiteren Organisationen getragen wird.
„Manche Leute sagen, mein Handeln sei mutig. Ich habe eher Zorn empfunden, wenn ich andere leiden sah. Für mich ist Zorn eine Energie, eine Kraft. Unrecht und der Zorn darüber motivieren uns, etwas zu tun und Risiken einzugehen im Bewusstsein, dass die Dinge sich sonst nicht ändern. Zorn hat uns dazu gebracht, uns der Polizei und den Soldaten entgegen zu stellen.“
Digna Ochoa
„Sie ist regierungsfeindlich, subversiv, indiofreundlich, polizei- und armeefeindlich.“
CISEN, mexikanischer Geheimdienst Den ganzen Beitrag lesen
Erlebnisbericht Guerrero
Auf Augenhöhe mit den „Aufständischen“
Ein Bericht über meinen Aufenthalt in Guerrero, bei der Menschenrechtsorganisation Tlachinollan, im August 2011.
Die Gebiete Montaña und Costa Chica liegen im Süden des Bundesstaates Guerrero, die dort angesiedelten Comunidades gehören zu den ärmsten der Region. Sie sind am stärksten von politischer Repression und Militarisierung betroffen. Mit dem „Kampf gegen die Aufständischen“ wird dieser Zustand von Seiten der Regierung argumentiert. Übergriffe des Militärs auf indigene Dörfer werden nicht geahndet, da es über eine eigene mächtige Parallelstruktur verfügt. Dokumentierte Fälle die zur Anzeige kommen, verschwinden in den Tiefen der Militärjustiz. Korrupte Politiker, Polizei und organisierte Banden unterstützen zusätzlich dieses System der Straflosigkeit.
Dem gegenüber stehen die Forderungen der indigenen Gruppen, auf Anerkennung als gleichberechtigte Individuen dieser Gesellschaft. Sie verteidigen ihren Grund und Boden gegen kapitalistische Großprojekte internationaler Konzerne, wie Minenbau oder Staudämme, die ihre Lebensgrundlage zerstören. Sie fordern den Bau von Strassen zu ihren Dörfern, Zugang zu medizinischer Versorgung und Schulen für ihre Kinder.
Erfahrungsbericht Menschenrechtsbeobachtung in Chiapas 2011
februar 2011/
ich fahre nach san christobal de las casas / eine charmante stadt, bunt durch die verschiedensten menschen die sich dort aufhalten / frauen aus den umliegenden doerfern, die nach “sanchri” kommen um ihr handwerk in allen erdenklichen farben zu verkaufen / strassenmusiker aus aller welt / kinder, die schuhe putzen oder chicles (kaugummis) verkaufen / alte frauen, die kulis mit koepfen von subcomandante marcos oder comandante ramona fuer einige pesos anpreisen / indigene kulturen trifft kulturen aus aller welt durch die vielen menschen, die in san christobal bleiben um dort zu leben / Den ganzen Beitrag lesen
Zum Gedenken an den Internationalisten Peter Kreisky:
Gespräch 3: 20. Juni 2011, 19 Uhr:
Fleischerei, Kirchengasse 44, 1070 Wien
MEXIKO: DIE RÜCKKEHR DER TOTEN
Kurator/Moderator: Leo Gabriel (Journalist, Latein-Amerika Experte, Mitarbeiter ORF) in Zusammenarbeit mit der österreichischen Mexiko-Plattform.
Dass Mexiko zusehends in einem Meer von Blut und Rache einander bekämpfender Drogenbosse, aber auch der rapide ansteigenden Repression gegen MenschenrechtsaktivistInnen und soziale Bewegungen zu ertrinken droht, ist längst keine Neuigkeit mehr. Weniger bekannt ist jedoch, dass sich in den letzten Monaten in diesem „failed State“ (gescheitertem Staat) eine immense Menschenrechtsbewegung entwickelt hat, die derzeit gemeinsam mit den Familienangehörigen der Opfer und unter der Führung des bekannten Dichters Javier Sicilia die von der Gewalt am meisten betroffenen Gebiete bereist.
Darüber und über die kulturellen Hintergründe der aktuellen politischen Situation in Mexiko berichten der Journalist und Anthropologe Leo Gabriel und der mexikanische Menschenrechtsaktivist Ricardo Loewe im Rahmen eines Diskussionsabends mit Eva Brenner, bei dem auch aktuelle Videos gezeigt werden – zum Gedenken an Peter Kreisky, der sich gerade in der letzten Phase seines Lebens besonders aktiv für die Menschenrechtssituation in Mexiko engagiert hatte.

